dear mara Gründerin Tamara Toller berichtet über ihre Erfahrungen beim Gründen eines Labels und gibt wertvolle Tipps für die Gründungsphase

Tamara ist 28 Jahre alt, stolze Grazerin und hat sich vor knapp sieben Monaten ihren Traum erfüllt und gemeinsam mit ihrem Freund ein eigenes Label namens dear mara gegründet. Mit dear mara setzt die junge Steirerin auf handgefertigte Ohrringe aus hochwertigen Materialien wie Miyuki Perlen, Swarovski-Kristallen und Süßwasserperlen.

Zudem geht Tamara mit ihrem Label einen wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit: Es werden nicht nur alle Produkte nachhaltig und fair in Italien gefertigt, sondern dear mara ist auch Mitglied der Organisation 1% for the Planet und spendet 1% des Umsatzes für den Erhalt der Umwelt.  

Mit dear mara hat Tamara es außerdem geschafft, den Umsatz ihres Labels innerhalb von nur fünf Monaten in den fünfstelligen Bereich zu bringen. Was ihre Geheimnisse dahinter sind und welche Tipps sie für die Gründung hat, verrät sie uns hier: 

Finde eine Idee oder ein Produkt hinter dem du zu 110 % stehst

Im Fokus jeder Gründung steht die Idee und das daraus resultierende Produkt bzw. die Dienstleistung. Dass ein Start-up ohne eine gute Idee nicht erfolgreich werden kann, liegt daher auf der Hand. Was meines Erachtens aber viele Gründer verdrängen oder vielleicht auch einfach nicht wahrhaben wollen ist, dass es nicht ausreicht ein Produkt cool oder toll zu finden.

Immerhin liegt das Ziel in der Regel ja darin, das Produkt auch bestmöglich zu vermarkten – und das könnte schwierig werden, wenn man nicht voll und ganz hinter seinem Produkt steht. Daher ist es wichtig, ein Produkt zu finden, von dem man nicht nur zu 100, sondern zu 110 % überzeugt ist.

Suche dir einen Steuerberater und mach ihn zu deinem besten Freund

Ein sehr leidiges, aber trotzdem super wichtiges Thema: Steuern! Gerade in der Gründungsphase ist es nämlich nicht nur gut, sondern mehr als essenziell, alle steuerrechtlichen do’s und dont’s zu kennen und zu beachten, um im Nachhinein nicht im Steuersumpf zu versinken. Und ja, wenn man 300 Rechnungen irgendwo verstreut an mehreren Orten hat und diese nicht von Anfang an gut strukturiert aufbewahrt, ist es wortwörtlich ein Versinken…

Gerade in der Gründungsphase hat man tagtäglich mit Fragen wie „Wann kaufe ich ohne Umsatzsteuer ein?“, „Kann ich diese Rechnung als Ausgabe geltend machen?“ oder „Was muss ich bei einem Verkauf in die Schweiz beachten?“ zu tun. Daher ist es jedenfalls ratsam, sich – sofern dafür Zeit bleibt – von Anfang an mit dem Thema Steuern vertraut zu machen oder – sofern dafür ein Budget vorhanden ist – sich einen Steuerberater seines Vertrauens zu suchen. Und ein guter Steuerberater kostet zwar Geld, erspart einem aber auch im besten Fall Geld und Nerven. Er weiß eben nicht nur, was man steuerrechtlich beachten muss, sondern kennt sich auch noch mit Förderungen, Prämien und Unterstützungen aus.

Gekonnt mit Rückschlägen umgehen, aus Fehlern lernen und mutig sein

Man hat es zwar schon tausend Mal gehört, trotzdem kann man es nicht oft genug betonen: Jede Gründungsphase ist voller Höhen und Tiefen. Es muss einem daher schon vor der Gründung eines Unternehmens bewusst sein, dass nicht immer alles perfekt laufen wird und viele Vorstellungen sich nicht so umsetzen lassen, wie man es sich vielleicht erhofft hat. Man muss sich daher immer wieder daran erinnern, sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren und sich von Rückschlägen nicht einschüchtern zu lassen. Leichter gesagt als getan – solange man aber aus jedem „Fehler“ etwas lernt und nach jedem Rückschlag wieder neue Motivation fasst, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Und grundsätzlich bin ich der festen Überzeugung, dass der größte Fehler wäre, nicht zu versuchen, seine Idee umzusetzen. Diesen Tipp (der glücklicherweise gleich drei Tipps beinhaltet) kann ich daher nur jedem ans Herz legen.

Hab deinen Außenauftritt im Griff und kenne deine USPs

Die Persönlichkeit und die Authentizität deiner Marke sind das A und O – und das nicht nur in der Gründungsphase, sondern auch weit darüber hinaus. Daher sollte man stets seine USPs kennen und diese auch an die Community so weitergeben. Dabei ist es wichtig, die Positionierung seiner Marke durchdacht zu wählen, Stärken zu evaluieren und diese in den Mittelpunkt der Kommunikation zu stellen.

Aber vielleicht lässt sich das anhand eines Beispiels besser erklären: Nehmen wir an, wir verkaufen (oh Wunder!) handgefertigte Ohrringe, welche nachhaltig und fair in Italien hergestellt werden. Die USPs sind daher die Art der Herstellung – nämlich die Handarbeit – und die Nachhaltigkeit. Verkauft man daher ein nachhaltiges Produkt, das zwar etwas teurer ist als jenes der Konkurrenz, dann lohnt es sich, diesen USP auch an die Kunden zu vermitteln und zu zeigen, wieso etwas so ist, wie es ist. Wir heben daher in unserer Produktbeschreibung auf unserer Homepage sowie auf unserem Social Media Kanal klar hervor, dass es sich bei all unseren Produkten um echte Handarbeit handelt und wie lange die Arbeitszeit für ein Paar Ohrringe beträgt. So kannst du beispielsweise nicht nur den Preis für dein Produkt „rechtfertigen“, sondern schaffst auch Transparenz und Vertrauen für deine Brand.

Höre nie auf, dich weiterzuentwickeln

… denn genau wie sich auch die Gesellschaft ständig verändert und weiterentwickelt, sollte das auch dein Unternehmen tun. Ein oft zitiertes Beispiel ist dabei das Telekommunikationsunternehmen Nokia: Jeder kennt es, jeder hatte eines – wobei die Betonung auf „hatte“ liegt. Nokia hat nämlich genau das gemacht, was man eben nicht machen sollte – sich auf seinem Erfolg ausruhen. Und dann kam eben Apple und ja – jetzt hat eben jeder ein iPhone.

Grundsätzlich sollte man daher stets versuchen, Produkte weiterzuentwickeln, Prozesse effektiver zu gestalten und Projekte aktiv voranzutreiben – Stagnation (und das Ausruhen auf dem Erfolg) ist somit eher ein schlechter Zustand.

Mehr über dear mara findest du hier:

https://dearmara.com/

dear mara Instagram

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